Sternenkinder Bielefeld
Geschichte
Geschichte des Sternenkindergrabfeldes auf dem Sennefriedhof
Das Sternenkindergrabfeld auf dem Bielefelder Sennefriedhof wurde 2001 inmitten eines alten Baumbestands auf einem ca. 150 Quadratmeter großen Rasenstück angelegt. Geschmückt wird die Stätte von einer Bronzesäule, die die vier Grundelemente des Lebens verkörpert: Erde, Feuer, Wasser und Luft. Gestiftet wurde diese Stele von dem Oerlinghauser Steinmetz und Künstler Bruno Buschmann (+ 2025).
Für die Errichtung des Sternenkindergrabfeldes hatte sich Prof. Dr. med. Ute Raute-Kreinsen (+ 2020), langjährige Leiterin des Institutes für Pathologie der Städtischen Kliniken Bielefeld, eingesetzt. Als Unterstützung für ihre Initiative konnte sie alle Bielefelder Krankenhäuser, örtliche Bestattungshäuser, die Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH und den Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld (als Verantwortlichen für die Bielefelder Friedhöfe) gewinnen.
Seit 2021 wurden zweimal im Jahr die Urnen der gemeinschaftlich eingeäscherten Sternenkinder beigesetzt. Eine Begleitung durch die Angehörigen war zunächst nicht vorgesehen. Jedoch wurde mit der Zeit immer deutlicher, wie wichtig es den Eltern ist, ihr Sternenkind auf diesem letzten Weg zu begleiten. Dank des Einsatzes und der Fürsprache der Klinikseelsorgerinnen für die emotionalen Belange der trauernden Eltern, stimmte 2010 die Friedhofsverwaltung der Stadt Bielefeld zu, die Eltern an den Urnenbestattungen teilnehmen zu lassen. Sie werden über die Krankenhäuser dazu eingeladen, unabhängig von Religion oder konfessioneller Zugehörigkeit.
Seit 2022 werden die Urnen viermal im Jahr im Rahmen einer kleinen Zeremonie beigesetzt, betreut von einem Team von vier Seelsorgerinnen, drei Bestatterinnen, einer Friedhofsgärtnerin, einem Musiker und den stets hilfsbereiten Mitarbeitenden des Sennefriedhofs. Ein Künstler bemalt die jeweilige Urne stets passend mit dem jeweiligen Symbol der Abschiedszeremonie.